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Ausgewählte Aufgaben und Tätigkeiten in der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen / Region Hannover (VMZ)

1. Durchführung des Verkehrswarndienstes

Die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen / Region Hannover (VMZ) ist gemeinsam mit der Polizeidirektion Hannover als Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst in Niedersachsen dafür verantwortlich, dass alle eingehenden Verkehrsmeldungen über besondere Gefahrensituationen wie Falschfahrer, Personen, Gegenstände oder Tiere auf der Fahrbahn aber auch allgemeine Meldungen über Unfälle, Staus, Straßensperrungen, Baustellen etc. unverzüglich den Radiosendern zugeleitet werden.

Datenquellen sind u.a. die zuständigen Eingabeplätze in den Polizeidirektionen in Hannover, Braunschweig, Lüneburg, Göttingen mit Hameln, Oldenburg und Osnabrück mit Wittmund.

Die Meldungen werden bis auf wenige Ausnahmen codiert weitergegeben und können damit von den Rundfunkanstalten nicht nur in den Verkehrsnachrichten verlesen, sondern auch als TMC (Traffic Message Channel) Meldungen in Navigationsgeräte und Radios mit RDS (Radio Data System) eingespeist und für Routenempfehlungen automatisiert gelesen bzw. verarbeitet werden.

Gleichfalls im Verkehrswarndienst werden auch offizielle Meldungen zu Unterrichts- und Schulausfällen sowie Informationen zu Bombenräumungen und Veranstaltungen in Niedersachen herausgegeben und u.a. auf dieser Internetseite veröffentlicht.

2. Verkehrsmanagement bei Messen und Großveranstaltungen

In Abstimmung mit der Landeshauptstadt Hannover (LHH), der Stadt Laatzen, der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) und der Polizei werden die in der VMZ vorhandenen technischen Verkehrslenkungsmöglichkeiten auf dem Messeschnellweg und dem Messering zu großen Leitmessen oder die Umlenkung von Verkehrsströmen auf den Autobahnen zur gleichmäßigen Auslastung der An- und Abfahrtsrouten genutzt, um die Besucher auf dem aktuell schnellsten Weg zum Veranstaltungsort hin und auch wieder zurück zu führen.

Das Verkehrsleitsystem Messeschnellweg (VLS MSW) befindet sich derzeit in einer konzeptionellen Überarbeitung und soll mittelfristig durch moderne, digitale Verkehrslenkungselemente ergänzt bzw. ersetzt werden.
 

3. Einsatz mobiler Anzeigesysteme (DRIP)

Zur Unterstützung von Verkehrslenkungsmaßnahmen bei Großveranstaltungen (Messen, Konzerte, Fußballspiele etc.) oder bei Baustellen in der Region Hannover können bis zu fünf Dynamic Road Information Panels (DRIPs) eingesetzt werden.

Die Systeme sind frei programmierbar, können über Telefonmodem stationär oder mobil geschaltet werden und sind damit nahezu an jedem Standort einsetzbar. Die Energieerzeugung erfolgt im Inselbetrieb innovativ und autark mit Solarmodulen und Windrad.

Zurzeit werden an verkehrswichtigen Standorten im Stadtgebiet der LHH sowie in der Region Hannover weitere, ortsfeste Informationstafeln (LED-Tafeln) geplant, um den Verkehrsfluss zu optimieren und den Verkehrsteilnehmenden wichtige Informationen vor Park+Ride-Anlagen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu geben.

Diese werden ebenfalls aus der VMZ gesteuert.

4. Park+Ride in der Region Hannover

In der Region Hannover kann die Verkehrsmanagementzentrale Nieder­sachsen / Region Hannover (VMZ) den Autoverkehr auf freie Park+Ride-Plätze lenken. In einem vom BMVI geförderten Projekt wurden fünf Park+Ride-Anlagen mit Sensorik zur Erfassung der Belegung ausgestattet. Der Fokus lag zunächst auf der Verkehrslenkung bei überregionalen Großveranstaltungen. Autofahrerinnen und Autofahrer können sich vor Fahrtantritt unter www.vmz-regionhannover.de informieren, ob freie Stellplätze auf den Anlagen verfügbar sind. Ein frühzeitiger Umstieg von Autofahrenden auf den ÖPNV erspart Parksuchverkehre in der hannoverschen Innenstadt und damit unnötige Schadstoffemissionen.

Die digitalisierten Park+Ride-Anlagen befinden sich an den S-Bahnhöfen

  • Bennemühlen in der Gemeinde Wedemark
  • Dedenhausen in der Gemeinde Uetze
  • Dedensen/Gümmer in Seelze
  • Dollbergen in der Gemeinde Uetze
  • Großburgwedel
  • Hämelerwald in Lehrte
  • Neustadt am Rübenberge
  • Völksen/Eldagsen in Springe
  • Weetzen in Ronnenberg
  • Wunstorf

und an den Stadtbahnhaltestellen

  • Hemmingen (Linie 13)
  • Hermann-Ehlers-Allee (Linie 9)
  • Wissenschaftspark Marienwerder (Linie 4)
  • Nordhafen (Linie 6).

Digital erfasst werden ca. 3.000 Stellplätze.
Es ist geplant, weitere Park+Ride-Anlagen entlang des Hauptverkehrsstraßennetzes mit Sensorik auszurüsten.

5. Ortsfeste LED-Tafeln

An den Bundesstraßen B3, B6 und B217 sind in Fahrtrichtung Hannover neun ortsfeste LED-Tafeln installiert, die die Autofahrenden über besondere Verkehrslagen informieren.

Die LED-Tafeln

  • B3 Höhe Hemmingen
  • B6 Höhe Marienwerder
  • B217 Höhe Weetzen
  • B217 vor Völksen

informieren zusätzlich über die aktuelle Parkplatzbelegung der jeweiligen Park und Ride Anlage sowie die LED-Tafeln an der B217 auch über die Abfahrtszeit der nächsten S-Bahnverbindung mit Fahrtziel Hannover.

Die Steuerung der LED-Tafeln erfolgt aus der Verkehrsmanagementzentrale.

6. Traffic Information Platform (TIP)

In der VMZ wird im operativen Betrieb das System "Traffic Information Platform" (TIP) genutzt. Es dient einerseits zur automatisierten Erkennung von Störfällen im gesamten Straßennetz auf Basis von Floating Car Data (FCD) und andererseits versetzt es die VMZ in die Lage, bei Großveranstaltungen, Messen und Events die Verkehre zielgerichtet über im Vorfeld definierte Routen zu lenken bzw. nicht geeignete Routen von der Navigation auszuschließen. Die Streckenführungen werden dabei vom System an die sog. "NUNAV-Navigation" übergeben.

Verkehre lassen sich damit intelligent steuern und tragen dazu bei, dass das Straßennetz gleichmäßiger ausgelastet wird, um den Verkehrsfluss für alle zu optimieren.

7. Steuerung von Streckenbeeinflussungsanlagen

Die Streckenbeeinflussungsanlagen (SBA) auf den Autobahnen:

  • A2 [155 km von Landesgrenze Nordrhein-Westfalen bis Landesgrenze Sachsen-Anhalt]
  • A7 [39 km vom AD Hannover-Nord bis AD Hannover-Süd]

werden von der Autobahn GmbH des Bundes überwacht und gesteuert.

SBA dienen dazu, die Leistungsfähigkeit auf den Autobahnen zu erhöhen und den Verkehrsfluss homogener und sicherer zu machen.

Die Anlagen arbeiten im Regelfall im Automatikbetrieb und schalten in Abhängigkeit von Verkehrsdaten (Geschwindigkeit, Verkehrsdichte, Fahrzeugkategorie) oder Umfelddaten (Niederschlag, Sichtweiten) entsprechende streckenbezogene Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Bei Verkehrsstörungen und Gefahrenstellen durch z.B. Unfälle, Baustellen, defekten Fahrzeugen etc. wird von der Verkehrs- und Tunnelzentrale (VTZ) in den laufenden Betrieb eingegriffen indem zusätzlich Geschwindigkeitstrichter oder Fahrstreifensperrungen geschaltet werden.

Darüber hinaus werden von der VTZ auch die dynamischen Wegweiser mit integrierter Stauinformation (dWiSta) auf den Autobahnen 2, 7 und 39 im Rahmen der Netzbeeinflussung gesteuert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.autobahn.de